EUR/USD
Auf den Euro hatte die EZB-Entscheidung in der vergangenen Woche kaum Einfluss. Im Fokus stand einmal mehr Griechenland. Dabei legte EUR/USD eine wahre Achterbahnfahrt hin. Bei knapp unter 1,32 eröffnet, drückte die Sorge Read the rest of this entry »
Ausblick – die Eurozone gibt den Takt
Trotz der Verabschiedung des zweiten Rettungspakets für Griechenland werden die Entwicklungen in Europa auch nächste Woche genau verfolgt. Am Montag findet in Deutschland eine Sondersitzung im Bundestag zu Griechenland statt. Am Donnerstag beginnt das Gipfeltreffen der europäischen Staats- und Regierungschefs. Zudem dürften einige europäische Wirtschaftszahlen gut beachtet werden. So die am Dienstag anstehenden Daten zur Stimmung der Wirtschaft und dem Wirtschaftsklima in der Eurozone im Februar. Am Mittwoch veröffentlicht das Ifo-Institut seine Kreditumfrage für Deutschland (Februar) und am Donnerstag folgen die Aufträge für die Maschinenindustrie Deutschlands (Januar).
In den USA bilden die Wirtschaftsdaten den Rahmen für die am Mittwoch stattfindende Anhörung des Fed-Vorsitzenden Bernanke. Dazu gehören die Aufträge für dauerhafte Güter (Januar) und die Preise für Häuser für Dezember (beide am Dienstag). Auf grosses Interesse stossen werden auch die am Mittwoch anstehende Revision der BIP-Zahlen für das 4. Quartal und der Index der Einkäufer von Chicago (Februar). Zum Wochenschluss folgen die Angaben für den Privatkonsum (Januar) und der nationale Index der Einkäufer (Februar).
In der Schweiz dominieren die Konjunkturzahlen. Am Dienstag wird der UBS-Konsumindikator für Januar veröffentlicht, am Mittwoch folgt das Konjunkturbarometer der Kof (Februar) und am Donnerstag die BIP-Schätzung für das vierte Quartal sowie der PMI für Februar. Zum Wochenschluss werden die Werte für den Einzelhandel im Januar veröffentlicht.
EUR/USD
Das Rettungspaket für Griechenland ist beschlossen und verschafft dem Land etwas Luft. Gleichzeitig scheinen in anderen Ländern die Konjunkturindikatoren langsam nach oben zu drehen. Das schafft Vertrauen und lässt den Euro gegenüber dem Dollar steigen. In der vergangenen Woche ging es erneut um rund 280 Pips bis zu einem Hoch bei 1,3486 nach oben. Read the rest of this entry »
USD/JPY
Im Juni 2007 lag USD/JPY noch bei über 124. Im Oktober 2011 weit unter 76. Das für Devisen-Interventionen zuständige Finanzministerium griff deshalb seit September 2010 schon vier Mal in den Markt ein und versuchte die Währung zu schwächen. Nach jeder Aktion wertete der Yen aber nach kurzer Zeit wieder auf. Trotzdem haben wir in den vergangenen Wochen immer darauf hingewiesen, dass man das Vorgehen Japans nicht als erfolglos ansehen sollte. Die „Droh-Kulisse“ sorgte seit Monaten für recht wenig Bewegung. Und ohne die Interventionen wären die Kurse sicherlich noch viel tiefer gesunken. Daher war davon auszugehen, dass Japan weiter mit Interventionen reagieren würde, wenn nötig.
Nun gab es zwar keine Intervention. Die Entscheidung der BoJ sorgte aber ebenfalls für eine deutliche Yen-Abwertung, welche auch beabsichtigt gewesen sein dürfte. USD/JPY stieg im Anschluss um rund 100 Pips bis auf 78,50. Und auch im weiteren Wochenverlauf konnte das Paar zulegen und am Freitag im Hoch bis 79,62 steigen. Das ist noch etwas höher, als nach der letzten japanischen Devisenintervention vom 31. Oktober 2011, nach welcher der Kurs kurzfristig bis 79,53 steigen konnte. Ein höherer Kurs wurde zuletzt am 4. August 2011 verzeichnet, ebenfalls nach einer Intervention Japans.
Damit hat sich das Chartbild deutlich aufgehellt und ein in den kommenden Wochen steigender USD/JPY wird zunehmend wahrscheinlich. Zur Bestätigung muss nun allerdings ein Anstieg über 80,24 gelingen. Anschließend würde das nächste wichtige Ziel bereits bei 86 liegen. Wichtig für diese Prognose ist, dass der Kurs nicht mehr unter 78,15 fällt. Andernfalls würde doch ein Verbleib in der Range zwischen 78,15 und 76 drohen.
EUR/JPY
Auch gegenüber dem Euro wertete der Yen in letzter Zeit deutlich ab. Während der Kurs Mitte Januar noch auf ein 12-Jahrestief bei 97 gefallen war, lag das Hoch der vergangenen Woche bei 104,54. Das ist eine Aufwertung von fast 7,8 Prozent in weniger als einem Monat. Obwohl sich das Chartbild dadurch deutlich aufgehellt hat, bestehen noch große Abwärtsrisiken. Bereits ein Fall unter 101,60 würde die Situation wieder eintrüben. Und spätestens unter 98 sollte man sich mittel- und langfristig wieder auf Short-Positionen einstellen, welche das Paar dann bis zu den Tiefs aus dem Jahr 2000 bei 88,94 führen könnten. Durch die positive Entwicklung seit Mitte Januar, besteht nun aber anderseits die Chance auf einen Ausbruch über den Bereich 105,69/106,50. Sollte dies gelingen, wäre ein Ende des langfristigen Abwärtstrends möglich und Ziele bei 112 und 118 erreichbar. Insgesamt befindet sich das Paar also in einer interessanten Situation, welche in den kommenden Tagen genau beobachtet werden sollte.
EUR/USD
EUR/USD ist derzeit zwar volatil, zeigt aber insgesamt ein unentschlossenes Bild. In der vergangenen Woche stieg der Kurs zunächst bis 1,3284, bevor es anschließend um über 300 Pips bis 1,297 nach unten ging. Von dort konnte sich das Paar aber wieder erholen und bei 1,3138 schließen. Das Paar reagiert deutlich auf jedes neue Ereignis in der Schuldenkrise und davon dürfte auch die weitere Entwicklung abhängen. Obwohl sich der Euro seit Mitte Januar von Werten bei fast 1,26 deutlich erholen konnte, zeigt das Chartbild langfristig ein eher abwärts gerichtetes Bild. Ein Fall unter 1,2928 würde dies bestätigen und für weiter sinkende Kurse bis 1,2584 und dann 1,2 15 sprechen. Sollte sich die Situation um Griechenland und der Schuldenkrise insgesamt entspannen, ist allerdings auch eine Euro-Erholung nicht ausgeschlossen. Doch erst ein Anstieg über 1,36 würde in diesem Fall das Chartbild langfristig nachhaltig aufhellen und Ziele bei 1,4247 und 1,47 möglich machen. Das Risiko für Long-Positionen bleibt allerdings in jedem Fall hoch. Egal wie kurzfristig die Griechenland-Rettung ausgeht: Insgesamt wird die Schuldenkrise noch lange Zeit ein Thema bleiben und kann immer wieder zu einer deutlichen Euro-Abwertung führen. Zudem reagiert der Euro derzeit nicht nur auf Nachrichten zu diesem Thema. Auch schlechte Daten zur Weltkonjunktur und damit ggfl. fallende Aktienmärkte würden sich negativ auf EUR/USD auswirken.
Kurzfristig ist das Paar durch die hohe Volatilität sehr gut handelbar. Mit langfristigen Positionen sollte man allerdings vorsichtig sein.
Eines der Ziele der US-Geldpolitik ist die Wiederbelebung des Häusermarktes. Wie weit sie diesem näher kommt, wird auch an den am Donnerstag anstehenden Baubewilligungen und Neubaubeginnen von Wohnhäusern für Dezember abzulesen sein. Die Experten gehen bei den Neubaubeginnen von 685‘000 aus, also von gleich vielen wie im November. Baubewilligungen sollen 675‘000 erteilt werden nach 681‘000 im November. Auch wenn das nach Stabilisierung aussieht, entsprechen diese Werte gerade einmal einem Drittel der Spitzenwerte des Booms. Im August 2005 wurden nicht weniger als 2.219 Mio. Bewilligungen erteilt. Diese Entwicklung muss aus der Perspektive der Notenbank um so frustrierender sein, als dass die Voraussetzungen für den Kauf eines Hauses gut sind. Die Rendite dreissigjähriger Hypotheken ist mit 3.91% auf einem Rekordtief. Gleichzeitig sind die Häuserpreise unter Druck. Der Index, der misst, ob sich eine Familie ein Haus leisten kann, hat denn auch im Oktober 2011 mit 198,5 einen Rekordwert erreicht.
Damit ist es schwierig zu sehen, was die Notenbank noch tun kann, um dem darbenden Häusermarkt auf die Sprünge zu helfen. Extrem tiefe Zinsen scheinen als Köder nicht auszureichen, um die Käufer in den Markt zurückzubringen. Bliebe also, an den Häuserpreisen zu „schrauben“: Das Fed müsste derart viel Geld in das System pumpen, dass Häuser als Sachwert und Inflationsschutz wieder interessant erscheinen. Eine Strategie, die aber kaum noch übersehbare Risiken birgt.
Rückblickend könnte sich das nächste Woche am Dienstag anstehende Treffen der EU-Finanzminister als EU-Haushaltpakt erweisen. Eingebettet ist dieses Ereignis in die Veröffentlichung einer Serie wichtiger europäischer Wirtschaftsindikatoren. Am Montag wird der Index des Konsumentenvertrauens für die EU für Januar publiziert. Am Tag darauf folgen die Indizes der Einkäufer für Dienstleister und Industrie für die Eurozone sowie die Angaben zu den Industrieaufträgen für November in der EU. Am Dienstag gibt das GfK-Institut den Konsumklimaindikator für Deutschland (Februar) bekannt und am Donnerstag veröffentlicht das Ifo-Institut den Index für das Geschäftsklima in Deutschland (Januar).
Spannend sind auch zwei Wirtschaftsdaten aus Japan: die Handelsbilanzzahlen für Dezember (Mittwoch) und die Einzelhandelsumsätze für den gleichen Monat (Freitag). In den USA hält Präsident Obama am Mittwoch die Rede zur Lage der Nation. Wie es um diese bestellt ist, illustrieren der National Activity Index für Dezember (Donnerstag) und die am gleichen Tag publizierten Aufträge für dauerhafte Güter (Dezember). Höhepunkt der US-Wirtschaftsdaten sind die BIP-Werte im 4. Quartal (Freitag). Diese Wirtschaftsdaten geben auch Anhaltspunkte, wie der am Mittwoch anstehende Zinsentscheid der Fed einzuordnen ist. Die Konjunktur wird auch aus Sicht der Unternehmen ausgeleuchtet.
EUR/USD
EUR/USD bewegte sich in der vergangenen Woche kontinuierlich nach oben. Zwar sorgte die Unsicherheit in den Märkten immer wieder für Phasen mit nur wenig Bewegung und auch leichten Korrekturen nach unten. Insgesamt stieg das Paar aber von der Wocheneröffnung bei 1,2638 in der Spitze um mehr als 350 Pips bis 1,2986. Damit ist der seit November vorhandene steile Abwärtstrend nach oben gebrochen worden und das Chartbild Read the rest of this entry »
Der Renditezerfall für erstklassige Staatsanleihen hält an. Zehnjährige deutsche Staatsanleihen rentieren 1,86% und die entsprechenden Anleihen der USA 1,97%. Die Werte für die Schweiz sind 0,74% und für Japan 0,99%. Ein Grund für diese Entwicklung ist die Tiefzinspolitik der Notenbanken. Sie führt dazu, dass die Investoren auf der Suche nach Renditen in längere Laufzeiten flüchten und Arbitrageprozesse über die Zinskurve hinweg stattfinden. Da die Notenbanken in den vergangenen zehn Jahren immer wieder die Leitzinsen tief gehalten haben, sind die realen langfristigen Sätze im Schnitt auf 0 bis 2% gefallen. Zuvor lagen die historischen Mittelwerte im Bereich von 2,5 bis 3,5%.
Viele Beobachter machen sich über eine solche Entwicklung keine Sorgen. Im Gegenteil, sie rühmen die Notenbanken dafür, dass sie mit ihrer expansiven Politik die Zinsen auch real drücken, was die Konjunktur beflügeln soll. Die Nebenwirkungen dieser Medizin werden vergessen.
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EUR/USD
Nachdem EUR/USD am 16. Januar bis 1,2622 gefallen war, kannte das Paar anschließend nur noch den Weg nach oben und erreichte nur 11 Tage später 1,3234. Seitdem stockt die Aufwärtsbewegung. In der vergangenen Woche bewegte sich der Kurs seitwärts zwischen 1,322 1 und 1,302. Es wird nun spannend. Sollte das Paar über den Bereich 1,3234/50 steigen, würde dies für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung sprechen. Die nächsten Ziele Read the rest of this entry »
Wie das Büro von Ministerpräsident Lucas Papademos mitteilte, war eine Verhandlungsrunde am Sonntagabend ohne konkretes Ergebnis zu Ende gegangen. Die Verhandlungen sollen am Montag fortgesetzt werden.
16:28 Uhr, MIG Bank hat aktuell ein Data Feed Problem. Die Techniker bemühen sich um eine schnelle Lösung des Problems.
Falls Sie Positionen schliessen müssen, dann wenden Sie sich direkt an den Dealing Desk von der MIG Bank: Tel. +41 32 722 81 53
In den kommenden Tagen veröffentlichen mehrere europäische Staaten Zahlen zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im vierten Quartal: Portugal und Griechenland am Dienstag sowie Frankreich, Deutschland und Italien am Mittwoch. Diese Daten sind aus mehreren Gründen spannender als in normalen Zeiten. Sie zeigen zum einen, wie stark die wirtschaftliche Entwicklung in den Ländern der Eurozone auseinanderdriftet. Ausserdem geben sie einen Hinweis auf die Fähigkeit der einzelnen Nationen, ihre Defizite unter Kontrolle zu halten. Zwar sind Deutschland und Frankreich diesbezüglich weniger unter Druck als andere Länder, doch wenn ihre Volkswirtschaften schwächeln, stehen die impliziten Garantien dieser Länder für die Schulden anderer Staaten zur Debatte.
Für 2012 geht die OECD davon aus, dass Griechenlands Wirtschaft um 3% und diejenige Portugals um 3,2% schrumpft. Deutschlands BIP soll hingegen real 0,6% und jenes Frankreichs 0,3% wachsen. Das sind erhebliche Differenzen. Noch markanter werden sie, wenn die Differenz zwischen dem potenziellen und dem aktuellen BIP-Wachstum betrachtet wird. Dieser sogenannte Output Gap liefert Hinweise auf nicht ausgenutzte Ressourcen und den potenziellen deflationären Druck. Er zeigt indirekt auch den Restrukturierungsbedarf an. Und da steht einigen europäischen Staaten eine harte Zeit bevor. Die grosse Frage wird weniger sein, ob die Länder diese Rosskur durchmachen müssen, sondern wie lange sie dies politisch durchhalten können.